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Sägemehl
im Kopf
Pressestimmen
"Zur Inszenierung
Sägemehl im Kopf trafen sich Grundschulkinder und
Bewohner einer Wohnanlage für Betreutes Wohnen vor der Bühne.
Berührungsängste gab es nicht.
Das Alleinspiel von Dieter Baum nahm alte und junge Zuschauer total
gefangen. Die Kinder saßen mit offenen Mündern da. Und
die Erwachsenen
waren, wie sie hinterher sagten, völlig perplex, dass Puppentheater
so
neuartig, so ganz ohne Vorhang (1), so offen, so völlig anders
als früher
gespielt wird. Sie bedauerten, dass nicht noch mehr von uns Alten
gekommen
seien, was sie damit erklärten, dass die anderen noch Vorstellungen
vom
Puppenspiel zu ihrer Kinderzeit hätten und nicht hätten
ahnen können,
was dieser Künstler allein (!) geleistet hätte.
Dieter Baum war in der Tat hinreißend, sein Spielen im ständigen
Rollen-
wechsel für Alt und Jung faszinierend, die Geschichte so nachvollziehbar...
so wirklich wahr !
(Friedrich Münch
in "Die Spielleiste" Fachzeitschrift f. Puppentheater)
"Ähhhm...wie
war das noch mal? Der alte Herr Baas kann sich an nichts erinnern.
Oft macht er sich irgendwohin auf den Weg, und wenn er angekommen
ist, weiß
er selbst nicht mehr, was er dort wollte. Oder er fängt einen
Satz an, und am Ende
hat er den Mittelteil vergessen. Herr Baas, nun ja, hat Sägemehl
im Kopf.
Doch dann trifft der alte Mann im Park den kleinen Franz. Und weil
der gern
wissen möchte, wie das so ist, wenn man Sägemehl im Kopf
hat, kommt man sich
näher. Da stellt sich heraus: Der olle Baas hat durchaus noch
anderes im Kopf
als Holzspäne! Erinnerungen nämlich. Nicht an gestern
oder vorgestern, aber an
längst vergangene Zeiten. An seine Frau die Seiltänzerin,
an seinen Sohn, den
wilden Willi mit Leim an der Hose....Wer hätte gedacht, dass
noch so viel Leben
steckt in dem alten Mann?
Aus dieser Geschichte der niederländischen Autorin Anke de
Vries hat das Figuren-
theater Sack un' Pack ein stilles, eher melancholisches Kinderstück
gefertigt.
Da geht es um unser Leben, das Erinnerung wird und dann verblasst,
um die
Kinder, die wir einmal waren (oder noch sind), die Erwachsenen,
die wir jetzt
sind ( oder einmal werden), die Alten, die wir einmal werden (oder
schon sind).
Das alles erzählt mit einfachen Mitteln, ohne technischen Schnickschnack,
mit
Ernst, aber auch mit Witz und einer Hoffnung.
Die Zeit fließt uns davon, allerdings. Aber wir können
etwas davon festhalten,
in mancher guten Geschichte - wenn wir uns gegenseitig zuhören.
(Oliver Cech/
Kölner Stadt-Anzeiger)
Publikumsreaktionen
nach der Premiere am 08.Sept.2001
"Wie schön,
wie nachdenklich und zart gedacht und gespielt.
Die melancholischen Töne!
Das ist mir sehr recht für die aufgeregten, lauten Angebote
an die Kinder
"von heute". Danke sehr! (Dora, 68 Jahre)
"Eine
Reise in die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Du
solltest es nicht nur für Kinder anbieten."
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